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Wie wollen wir leben?

Wer hätte vor wenigen Jahren daran geglaubt, dass eine sich liberal-konservativ gebende Regierung die Bevölkerung und das Grundgesetz einem Stresstest aussetzt, und dies mit alternativlos notwendigem Paternalismus begründet. Andererseits sehen viele Bürger und Gesellschaftswissenschaftler die aktuelle Situation als die Gelegenheit, eine längst überfällige weil grundsätzliche Diskussion endlich wieder in die Öffentlichkeit zu holen. Es geht um die schlichte Frage im Titel dieser kurzen Bemerkung. Angesichts der Aussagen des Projektleiters der 'Polarstern-Reise' zum Nordpol, der von einer Klima-Situation sprach, die man als 5 nach 12 bezeichnen kann, müsste man fragen: "Wie wollen wir über-leben?" Auch wenn wir wegschauen, wird die Zukunft kommen, und sie sieht vermutlich nicht so rosig aus, wie manche sich selbst einreden. Wir Menschen wollen ja ungernn unsere erreichte (absolute oder relative) Komfortzone verlassen. Roberto Unger stellt uns allen eine entscheidende Frage: "In welche unterschiedlichen Richtungen könnte diese Welt verändert werden und wie würden sich meine Identität und meine Interessen in jeder dieser veränderten Welten verlagern?" Das wäre schonmal ein Anfang.